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Cannabis Produkte – Was müssen Hersteller beachten?

Lebensmittel aus der Hanfpflanze liegen stark im Trend. Seit das Anbauverbot 1996 von Hanf, Cannabis sativa L., aufgehoben wurde, sind zahlreiche Produkte auf den Markt gekommen und erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier findet man u.a. Hanfsamen, Hanfproteinpulver oder auch Hanftee.

 

Damit Cannabis jedoch als Lebensmittel verwendet werden darf, darf der Gehalt der psychoaktiven Substanzen nur sehr gering sein und auch sonst müssen die Produkte den rechtlichen Grundlagen entsprechen.

 

Aufgrund der unterschiedlichen Hanfsorten mit teilweise deutlichen Gehalten an betäubungsmittelrechtlich relevantem D9-Tetrahydrocannabinol (THC) ist es für die Lebensmittelproduzenten entscheidend, den genauen Gehalt an Cannabinoiden zu kennen. Die Analytik erfordert eine spezielle Zulassung durch die Bundesopiumstelle, da es sich bei dem THC-Referenzstandard um ein Betäubungsmittel handelt.

Liegt der Gehalt an D9-THC über dem Grenzwert von 0,2%, können sie bei hohem Verzehr psychoaktiv wirken.

Da die Hanfpflanze viel Wasser enthält, kann es bei der Lagerung leicht zu Schimmelbildung kommen. Vor allem Aflatoxine sind sehr giftig und schon in geringen Konzentrationen für den Menschen schädigend. Daher haben die Regulierungsbehörden in der Verordnung (EU) Nr. 165/2010 die maximal zulässigen Grenzwerte festgelegt. Es gelten in der EU folgende Grenzwerte: 2 μg·kg−1für Aflatoxin B1 sowie 4 μg·kg−1für die Summe der Aflatoxine B1, B2, G1, G2 in diversen Lebensmitteln.

Um den Ertrag im Hanfanbau zu steigern, kommen Pestizide zum Einsatz, so dass auch diese in den Hanfprodukten analysiert werden sollten. Zu den am häufigsten in Cannabis gefundenen Pestiziden gehört das Fungizid Myclobutanil, und die Insektizide Inidacloprid, Abamectin und Spiromesifen.

Eines der Hauptprobleme bei Cannabis-Extrakten besteht darin, dass Pestizide und Cannabinoide ähnliche chemische Eigenschaften gemeinsam haben und so gleichermaßen bei der Extraktion aus der Pflanze gelöst werden und so in das Endprodukt gelangen. Da das Ergebnis der Weiterverarbeitung ein Konzentrat der Wirkstoffe ist, ist auch die Schadstoffbelastung um bis zu zehnmal höher als bei der Pflanze.

Damit Ihre Hanfprodukte sicher auf den Markt kommen ist es wichtig entsprechende Analysen durchführen zu lassen.

 

Tentamus bietet Ihnen den kompletten Service rund um das Cannabis-Testing. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

Ansprechpartnerin:

Dr. Yvonne Pfeifer
yvonne.pfeifer@tentamus.com
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