Analysen der Mikrobiologie

  • Mikro­bio­lo­gi­sche Unter­su­chungen entspre­chend der Verord­nung (EG) Nr. 2073/2005
  • Ermitt­lung des mikro­bio­lo­gi­schen Status von Lebens­mit­teln sowie Nach­weis patho­gener Keime wie z.B. Salmo­nellen, Listeria mono­cy­to­genes und Campylobacter
  • Bestä­ti­gung der Mindesthaltbarkeit
  • Schnell­me­thoden (Vidas) für Salmo­nellen und Listeria monocytogenes
  • Durch­füh­rung von Verlaufs­un­ter­su­chungen zur Ermitt­lung oder Kontrolle der Einhal­tung des Mindest­halt­bar­keits­da­tums (MHD) bzw. des Verbrauchsdatums
  • Mikro­bio­lo­gi­sche Waren­ein­gangs­kon­trollen für tieri­sche oder pflanz­liche Rohstoffe bzw. Halbfabrikate
  • Mikro­bio­lo­gi­sche Über­prü­fung des Reini­gungs- und Desin­fek­ti­ons­zu­standes von Geräten und Flächen
  • Probenahme und Unter­su­chung von Trink­wasser gemäß Trink­was­ser­ver­ord­nung auf z.B. Legio­nellen, Esche­ri­chia coli und Pseu­do­monas aeruginosa
  • Über­prü­fung der ausge­wie­senen Handels­klassen bei frischem & tief­ge­fro­renem Geflügel sowie bei Eiern
  • Prüfung von Eiern hinsicht­lich Frische mittels Luft­kam­mer­höhe, Dotter­index und Haugheinheiten
  • Chal­lenge Testing von Fleisch und Fleischprodukten
Mikrobiologie Mindesthaltbarkeitsdatum bilacon

Bestätigung der Mindesthaltbarkeit

Gemäß Lebens­mit­tel­in­for­ma­ti­ons­ver­ord­nung (LMIV) muss für in Verkehr gebrachte Lebens­mittel ein Mindest­halt­bar­keits­datum (MHD), bei leicht verderb­li­chen Lebens­mit­teln ein Verbrauchs­datum ange­geben werden. Ausnahmen hierzu sind im Anhang X der LMIV aufgelistet.

Das MHD gibt an, bis zu welchem Datum das Lebens­mittel unter Einhal­tung der vorge­ge­benen Lage­rungs­be­din­gungen mindes­tens seine spezi­fi­schen Eigen­schaften behält. Während Lebens­mittel mit über­schrit­tenem MHD weiterhin verzehrt werden können, dürfen Lebens­mittel mit ange­ge­benem Verbrauchs­datum darüber hinaus nicht mehr verzehrt werden.

Fest­le­gung des Mindest­halt­bar­keits- und Verbrauchdatums

Die Fest­le­gung des MHD bzw. des Verbrauchs­da­tums liegt in der Verant­wor­tung des Inver­kehr­brin­gers. Dabei müssen verschie­dene Einfluss­fak­toren wie z. B. Inhalts­stoffe, Herstel­lungs­ver­fahren, Verpa­ckung berück­sich­tigt werden. Liegen bereits Erfah­rungs­werte oder Studien zu vergleich­baren Erzeug­nissen vor, so können diese als Grund­lage zur Fest­le­gung des MHD heran­ge­zogen werden. Doch nicht immer kann auf bereits vorhan­dene Daten zurück­ge­griffen werden. In solchen Fällen ist die Durch­füh­rung eines Lager­tests zur Bestim­mung des MHD/ Verbrauchs­da­tums zu empfehlen. Dieser Test bietet sich auch für die Über­prü­fung eines bereits fest­ge­legten MHD an.

Bei einem Lager­test wird das betref­fende Lebens­mittel in Echt­zeit unter realen Bedin­gungen bis zum möglichen/​bestimmten MHD gela­gert. Zu vorher fest­ge­legten Zeit­punkten erfolgt eine mikro­bio­lo­gi­sche, senso­ri­sche und chemi­sche Unter­su­chung der Proben auf mögliche Verän­de­rungen während der Lage­rung. Diese Vorge­hens­weise eignet sich für Lebens­mittel mit relativ kurzer Haltbarkeit.

Für Lebens­mittel mit langer Halt­bar­keit ist eine Lage­rung in Echt­zeit nicht geeignet. Für diese Lebens­mittel kann in einem Lager­ver­such die Reak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit-Tempe­ratur-Regel“ (RGT-Regel) genutzt werden, um die Lager­zeit zu verkürzen. Bei Anwen­dung der RGT-Regel wird davon ausge­gangen, dass eine Erhö­hung der Lager­tem­pe­ratur um 10 °C eine Verdop­pe­lung der Reak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit zur Folge hat. Wenn für ein Lebens­mittel beispiels­weise bei 20 °C ein MHD von 6 Monaten fest­ge­legt ist, dann kann eine Lage­rung bei 30°C bereits nach 3 Monaten eine Aussage in Bezug auf das MHD ermög­li­chen. Auch hier werden zu verschie­dene Zeit­punkten die mikro­bio­lo­gi­sche, senso­ri­sche und chemi­sche Beschaf­fen­heit der Probe während der Lage­rung untersucht.

Einfluss­fak­toren auf das MHD

Es gibt viele verschie­dene Faktoren, die die Halt­bar­keit von Lebens­mit­teln beein­flussen. Dazu gehören:

  • Die Inhalt­stoffe
  • Das Herstel­lungs­ver­fahren (Z.B. ob das Produkt tief­ge­kühlt, steri­li­siert, einge­kocht oder getrocknet wird)
  • pH-Wert, aw-Wert usw.
  • Die Verpa­ckung
  • Die Lager­be­din­gungen (Tempe­ratur, Luft­feuch­tig­keit, Licht usw.)

Die Mikro­bio­logie- und Sensorik-Experten der bilacon führen MHD Unter­su­chungen routi­ne­mäßig durch. In spezi­ellen Klima­schränken können die o.g. Tests durch­ge­führt und im Labor getestet werden.

Die bilacon GmbH führt diese Tests für alle Arten von Lebens­mit­teln durch.

Welche Lebens­mittel brau­chen kein MHD?

Laut Verord­nung (EU) Nr. 1169/2011 gibt es eine Reihe von Lebens­mit­teln, für die eine Angabe des MHD’s nicht verpflich­tend ist. Zu diesen gehören:

  • Frisches Obst und Gemüse (nicht einer Behand­lung unter­zogen, wie z.B. schälen)
  • Wein, Likör­wein, Schaum­wein, aroma­ti­sierter Wein oder ähnliches
  • Alko­ho­li­sche Getränke (Alko­hol­ge­halt über 10 Volumenprozent)
  • Back­waren, die inner­halb von 24h verzehrt werden
  • Essig
  • Spei­se­salz
  • Fester Zucker
  • Zucker­waren, die fast nur aus Zucker­arten mit Aroma­stoffen und/​oder Farb­stoffen bestehen
  • Kaugummi

Eier Mikrobiologie bilacon

Prüfung von Eiern

Eier gehören zu mikro­bio­lo­gisch empfind­li­chen Produkten und müssen zum Schutz der Konsu­menten regel­mäßig geprüft werden.

In der Verord­nung (EG) 589/2008 sind Fristen für das Sortieren, Kenn­zeichnen und Verpa­cken sowie Quali­täts­merk­male von Eiern fest­ge­legt. Diese dienen zur Erhal­tung der Qualität und schützen somit die Verbrau­cher. Die Verord­nung regelt dass diese Schritte inner­halb von 10 Tagen nach dem Legen in einer zulas­sungs­pflich­tigen Pack­stelle abge­schlossen werden müssen. Für Eier der Klasse Extra“ gilt dies inner­halb von vier Tagen. Das Mindest­halt­bar­keits­datum darf nicht länger als 28 Tage nach dem Legen gesetzt werden.

Eier können primär und sekundär mit Bakte­rien konta­mi­niert werden. Eine primäre Konta­mi­na­tion findet bereits vor der Eiab­lage, zum Beispiel durch mit Salmo­nellen infi­zierten Lege­hennen, statt. Eine sekun­däre Konta­mi­na­tion findet nach der Eiab­lage statt, sodass beispiels­weise Salmo­nellen durch Kot auf der Schale ins Eiin­nere gelangen.

Um sicher­zu­stellen, dass sich keine Bakte­rien in den Produkten befinden, werden in unseren Laboren mikro­bio­lo­gi­sche Unter­su­chungen von Eiern durch­ge­führt. Dazu gehören u.a. die Unter­su­chung auf Salmo­nellen, E.coli, Campy­lo­bacter und Verderbniserreger.

Frische­grad­un­ter­su­chung (Bestim­mung der Haugh-Einheiten)

Die Haugh-Einheit (HU) wird zur Bestim­mung des Frische­grades von Eiern heran­ge­zogen. Anhand dieser Methode wird die Eiklar­qua­lität bestimmt und beruht auf dem Zusam­men­hang zwischen Eige­wicht und der Höhe des Eiweißes. Dazu wird das Ei gewogen, dann auf einer ebenen Glas­platte aufge­schlagen und die Eiklar­höhe mit Hilfe eines Höhen­mes­sers im Abstand von ca. 1cm vom Dotter­rand bestimmt. Die Haugh-Einheit kann aus der Eiklar­höhe und dem Gewicht berechnet werden.

Bestim­mung der Dotter­farbe (roh und gekocht)

Anhand der Dotter­farbe können Aussagen über die Futter­gabe oder evtl. den Gesund­heits­zu­stand der Lege­hennen getroffen werden. Die Dotter­farbe wird mit einem Dotter­far­ben­fä­cher bestimmt.

Bestim­mung der Gewichtsklasse

Eier werden je nach Gewicht in die Gewichts­klassen S, M, L und XL einge­teilt. Dazu werden die Eier einzeln gewogen und das Gewicht muss einem der folgenden Gewichts­be­reiche entsprechen:

XL: ≥ 73g

L: 63 bis < 73g

M: 53 bis < 63g

S: < 53g

Über­prüfen auf Abrollspuren

Mittels UV-Licht wird geprüft, ob Abroll­spuren auf der Schale der Eier erkennbar sind. So kann evtl. nach­ge­wiesen werden, ob die Eier aus Käfig­hal­tung stammen.

Luft­kam­mer­höhe

Über die Luft­kam­mer­höhe können Rück­schlüsse über den Frische­grad der Eier gezogen werden.

Messung der Eier­scha­len­stärke und ‑dicke

Anhand dieser Messung können mögliche Scha­len­mängel aufge­deckt werden.

Gesamtes Leis­tungs­spek­trum für Eier

Die bilacon unter­stützt Sie bei allen Analysen rund um Ihre Eier im Zuge von Eigen­kon­trollen oder behörd­lich ange­ord­neten Über­prü­fungen. Dazu gehören:

  • Mikro­bio­lo­gi­sche Analysen

Bacillus cereus
Campy­lo­bacter (rohe Eier)
Coli­forme Keime
E. coli
EHEC
Enterobakterien
Gesamtkeimzahl
Hefen und Schimmelpilze
Hygienekeime
Listerien
Koagu­lase posi­tive Staphylokokken
Patho­gene Keime und deren Toxine
Salmo­nellen in der Schale und im Eigelb (rohe und gekochte Eier)
Sporenbildner
Staphylokokken
Verderbniserreger

  • Rück­stände und Kontaminanten

Dioxine und Furane
Mykotoxine
Nikotingehalt
PAKs
PCBs
Pestizide
Schwermetalle
Tier­arz­nei­mittel (Z.B. Chlor­am­phe­nicol, Flor­fer­icol, Thiam­phe­nicol, Sulfonamide, Tetracycline)
Trimethylamin

  • Chemisch-Physi­ka­li­sche Analytik

Farb­stoffe bei gefärbten Eiern
Kennzeichnungsprüfung
Mine­ral­stoffe und Spurenelemente
Nährwertanalyse
Sensorik
Vitamine

  • Weitere Para­meter

Dotter­farbe
Einzelgewicht
Fotodokumentation
Frischegrad
Haugh-Einheiten
Hemmstofftest
UV-Kontrolle

Challenge Test Fleischtechnikum bilacon

Challenge Testing im akkreditierten Labor

In der Vergan­gen­heit kam es immer häufiger zu öffent­li­chen Rück­rufen von Lebens­mit­teln, vor allem von Fleisch- und Wurst­pro­dukten. Grund dafür war eine soge­nannte Zoonose, wie der quali­ta­tive Nach­weis von Listeria mono­cy­to­genes. Einen wirk­samen Schutz vor derar­tigen Verun­rei­ni­gu­negn bietet das Chal­lenge Testing.

In Verord­nung (EG) Nr. 2073/2005 ist die Einhal­tung von mikro­bio­lo­gi­schen Krite­rien für Lebens­mittel fest­ge­legt. Diese sind für Hersteller von Lebens­mit­teln verpflichtend.

Laut der Verord­nung müssen Lebensmittelunternehmer:innen ein oder mehrere Verfahren aufsetzen und regel­mäßig durch­führen, die auf Kontroll­punkt-Analysen beruhen (HACCP-Grund­sätze). Diese Verfahren müssen stetig über­wacht und veri­fi­ziert werden. Der gesamte Herstel­lungs­pro­zess muss geeignet sein, die Ausbrei­tung von patho­genen Keimen zu hemmen oder zu verhin­dern. Um die strengen Krite­rien der Verord­nung zu erfüllen, wird somit ist nicht nur die Qualität des Endpro­dukts betrachtet, sondern der ganze Produktionsweg.

Um den Herstel­lungs­pro­zess eines Produktes kritisch zu über­prüfen, werden Chal­lenge Tests einge­setzt. Nur so kann sicher­ge­stellt werden, dass die Maßnahmen zum Schutz der Hygiene während der Herstel­lung ausrei­chend sind und den Anfor­de­rungen der VO (EG) Nr. 2073/2005 entsprechen.

Um Rück­rufe von Fleisch- und Wurst­waren nach­haltig zu vermeiden, sind Chal­lenge Tests ideal. Die bilacon unter­stützt Sie gern dabei, Ihre gesamte Produk­ti­ons­linie kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Was versteht man unter Chal­lenge Testing?

Bei einem Chal­lenge Test wird das Wachs­tums- und Abster­be­ver­halten eines Erre­gers in einem Produkt doku­men­tiert und alle Verfahren zur Siche­rung der Produkt­qua­lität im Herstel­lungs­pro­zess kritisch unter­sucht. Dazu wird das Ausgangs- oder Fertig­pro­dukt künst­lich mit dem zu unter­su­chenden Erreger konta­mi­niert und bis zum Mindest­halt­bar­keits­datum gelagert.

Nach der Beimp­fung und am Tag des Mindest­halt­bar­keits­da­tums, sowie mindes­tens zu 3 Zeit­punkten während der Lage­rung wird der Gehalt des Ziel­keims bestimmt.

Was wird im Rahmen des Chal­lenge Testings untersucht?

Bei einem Chal­lenge Test werden verschie­dene Prozess­pa­ra­meter und deren Einfluss auf die Keim­zahl untersucht.

  • Einflüsse von Lager­be­din­gungen: Es kann über­prüft werden, ob die aktuell gewählten Lager­be­din­gungen einen Einfluss auf die Keim­zahlen haben. Das heißt, es wird unter­sucht, ob das Wachstum gehemmt, verzö­gert oder begüns­tigt wird.
  • Wirk­sam­keit der ther­mi­schen Behand­lung: Viele Lebens­mittel werden mit ther­mi­schen Behand­lungs­ver­fahren wie Pasteu­ri­sie­rung und Steri­li­sie­rung halt­barer gemacht. Mit Hilfe des Chal­lenge Testings kann über­prüft werden, inwie­weit dieses Verfahren bei den Produkten die Vermeh­rungs­fä­hig­keit der Erreger beeinflusst.
  • Wirk­sam­keit der Verwen­dung von Lebens­mit­tel­zu­satz­stoffen: Auch Zusatz­stoffe, wie Konser­vie­rungs­stoffe und Anti­oxi­da­ti­ons­mittel, werden zur Verlän­ge­rung der Halt­bar­keit bei Lebens­mit­teln einge­setzt. Die Wirk­sam­keit des Einsatzes von diesen Zusätzen wird durch Chal­lenge Tests überprüft.
  • Wirk­sam­keit von Schutz- und Star­ter­kul­turen: Bakte­ri­elle Schutz- und Star­ter­kul­turen werden zur chemi­schen Konser­vie­rung genutzt und sollen uner­wünschte Vermeh­rung von Mikro­or­ga­nismen verhin­dern, was durch einen Chal­lenge Test geprüft werden kann.
  • Einfluss von spezi­ellen Verpa­ckungen auf Lebens­mittel: Anti­bak­te­ri­elle Verpa­ckung oder die Verpa­ckung von Lebens­mit­teln unter Schutz­gas­at­mo­sphäre das Altern von Lebens­mit­teln verlang­samen und so die Halt­bar­keit verlän­gern. Der Einfluss verschie­dener Verpa­ckungen kann mittels Chal­lenge Test unter­sucht werden.

Was für Erkennt­nisse werden durch das Chal­lenge Testing gewonnen?

Nach Abschluss eines Chal­lenge Tests wird dieser sorg­fältig ausge­wertet. Die Test­ergeb­nisse können bestä­tigen, dass das Produkt das Wachstum des Ziel­keims begüns­tigt oder hemmt. Somit können Rück­schlüsse zu den erfor­der­li­chen Lager­be­din­gungen und zum Herstel­lungs­pro­zess gezogen werden. Hier müssen dann gege­be­nen­falls Anpas­sungen zur Lebens­mit­tel­si­cher­heit erfolgen, da sich patho­gene Mikro­or­ga­nismen und Verderb­nis­er­reger vermehrt haben.

Wir unter­stützen Sie!

Um Rück­rufe Ihrer Produkte künftig zu vermeiden und die erfor­der­liche Lebens­mit­tel­si­cher­heit zu gewähr­leisten, unter­stützen wir Sie mit unserer lang­jäh­rigen Erfah­rung im Chal­lenge Testing. Als akkre­di­tiertes Labor bieten wir Ihnen die Planung, Durch­füh­rung und Auswer­tung von Chal­lenge Tests zu allen Produk­ti­ons­schritten gemäß den von einem EU-Refe­renz­labor veröf­fent­lichten Leit­li­nien , damit Ihre Produkte nicht aufgrund von Konta­mi­na­tionen zurück­ge­rufen werden müssen.

Chal­lenge Testing in verschie­denen Produktionsschritten

Chal­lenge Tests müssen immer unter den iden­ti­schen Bedin­gungen statt­finden, wie Sie auch im tatsäch­li­chen Herstel­lungs­pro­zess vorliegen, um verläss­liche Aussagen zu treffen. Hierfür erhalten wir entweder die benö­tigten Proben aus verschie­denen Schritten des Produk­ti­ons­pro­zesses von Ihnen, oder wir stellen die gesamte Produk­tion in unserem Tech­nikum 1:1 nach.

Um gezielte Aussagen über Halt­bar­keit, Produkt­si­cher­heit und nötige Opti­mie­rungen im Produk­ti­ons­pro­zess machen zu können, bilden wir die komplette Produk­ti­ons­linie unserer Kunden

zur Herstel­lung von z.B. Rohwurst in unserem Labor im kleinen Maßstab nach. Hierfür haben wir ein Tech­nikum einge­richtet, in dem all Ihre Produk­ti­ons­schritte mithilfe von modernsten Geräten exakt simu­liert werden.

An ausge­wählten Produk­ti­ons­schritten, wie zum Beispiel der Zerklei­ne­rung der Rohware, dem Wolfen, dem Befüllen oder dem Reife­pro­zess wird die Rohwurst nun gezielt mit L. mono­cy­to­genes (oder einem anderen zu unter­su­chenden Keim) beimpft. Mithilfe dieses Verfah­rens können wir abbilden, ob im Laufe der weiteren Herstel­lung bzw. Reifung eine Vermeh­rung, eine Hemmung oder sogar Reduk­tion der zu unter­su­chenden Mikro­or­ga­nismen stattfindet.

Für die folgenden patho­genen Erreger und Verderb­nis­er­reger führen wir Chal­lenge Tests durch:

  • L. mono­cy­to­genes
  • Ente­ro­bac­te­riaceae
  • Milch­säu­re­bak­te­rien
  • Hefen und Schimmelpilze

Weiter­füh­rende Literatur:

EURL Lm TECH­NICAL GUID­ANCE DOCU­MENT for conduc­ting shelf-life studies on Listeria mono­cy­to­genes in ready-to-eat foods

Dieses Doku­ment beschreibt Labor­stu­dien, Chal­lenge-Tests und Halt­bar­keits­stu­dien in Bezug auf das Wachstum von L. mono­cy­to­genes bei verzehr­fer­tigen Lebens­mit­teln. Die bilacon bietet Chal­lenge Tests gemäß dieser Leit­linie zur Durch­füh­rung von Halt­bar­keits­stu­dien an.

Durch­füh­rung der Chal­lenge Tests

Bevor ein Chal­lenge Test durch­ge­führt werden kann, erfolgt ein Vorge­spräch zur Iden­ti­fi­zie­rung der Faktoren, die sich auf das Wachstum der Mikro­or­ga­nismen auswirken können. Es werden die Produk­ti­ons­schritte offen­ge­legt und die Lager­be­din­gungen, die genaue Zusam­men­set­zung, das Mindest­halt­bar­keits­datum, sowie die Verpa­ckung des Produktes bespro­chen, um Sie hinsicht­lich des Tests umfas­send zu beraten.

Außerdem wird im Vorfeld fest­ge­legt, wie viele Chargen unter­sucht werden sollen und an wie vielen Unter­su­chungs­zeit­punkten getestet wird. Bei verzehr­fer­tigen Lebens­mit­teln sollten z.B. mindes­tens 3 Chargen unter­sucht werden.

a) Chal­lenge-Test in Ihrer Produktionseinheit

Wenn Sie sich für diese Vari­ante entscheiden, findet die Produk­tion Ihrer Lebens­mittel in Ihrer eigenen Produk­ti­ons­stätte statt. Sie nehmen an vorher defi­nierten Punkten in der Produk­tion Proben, die wir in unseren Laboren untersuchen.

b) Chal­lenge Test in unserem Technikum

Um ganz gezielte Aussagen zu treffen, holen wir Ihren gesamten Produk­ti­ons­pro­zess zu uns ins Labor. In unserem eigens einge­rich­teten Tech­nikum wird der gesamte Produk­ti­ons­pro­zess nach­ge­stellt und das Lebens­mittel unter diesen Bedin­gungen produ­ziert. Das Lebens­mittel wird entweder an bestimmten Produk­ti­ons­schritten oder nach Fertig­stel­lung künst­lich mit dem gewünschten Mikro­or­ga­nismus kontaminiert.

Anschlie­ßend wird das Produkt bis zum Ende des Halt­bar­keits­da­tums unter den gewünschten Bedin­gungen gela­gert und bei den verein­barten Unter­su­chungs­zeit­punkten mikro­bio­lo­gisch unter­sucht. Zum Vergleich wird auch immer die unbe­impfte Probe mit untersucht.

Zum Abschluss erhalten Sie einen detail­lierten Prüf­be­richt mit den Analy­se­er­geb­nissen, sowie eine Auswer­tung der Ergebnisse.

Wie lange dauert der gesamte Prozess?

Nach Bestä­ti­gung des Ange­botes werden mindes­tens zwei Wochen für die Planung und Vorbe­rei­tung der Unter­su­chung benö­tigt. Für den Fall, dass beson­dere Refe­renz­stämme benö­tigt werden, müssen diese vorab noch bestellt werden. Dies kann zusätz­lich je nach Liefer­zeit ein bis zwei Wochen dauert.

Wie häufig sollten Chal­lenge Tests wieder­holt werden?

Gene­rell reicht ein Chal­lenge Test je Produkt aus. Ändern sich jedoch die Rezeptur des Produktes, der Produk­ti­ons­pro­zess oder die Lager­be­din­gungen, dann muss ein neuer Chal­lenge Test durch­ge­führt werden.

Nach Beginn des Chal­lenge Tests werden die Produkte bis zum Ende des Mindest­halt­bar­keits­da­tums des jewei­ligen Produktes gela­gert. Für die Auswer­tung der Ergeb­nisse und Erstel­lung des Berichtes werden nach Ende des Chal­lenge Tests zwei Wochen benötigt.

Unsere Experten beraten Sie sehr gerne! Nehmen Sie gleich Kontakt auf:

Tobias Stapper
Leiter Mikro­bio­logie bilacon GmbH
tobias.​stapper@​tentamus.​com
+49 30 206 038 370

Benjamin Ebel
Kunden­be­rater Fleisch & Fleischerzeugnisse
benjamin.​ebel@​tentamus.​com
+49 30 206 038 139

Spiralplattierer

Die Geräte der bilacon GmbH sind stets auf dem neuesten Stand der Technik. So können wir jeder­zeit präzise und schnelle Analysen gewährleisten.

In der Mikro­bio­logie wird zum Beispiel mit Spiral­plat­tie­rern gear­beitet, sodass Prozesse auto­ma­ti­siert, verein­facht und beschleu­nigt werden.

Tobias Stapper, der Abteilungsleiter der Mikrobiologie, zeigt den genauen Ablauf des Spiralplattierens.

Wenn Sie Fragen zu unserem Service haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Unser Experte wird Ihnen gerne helfen.

Tobias Stapper Abteilungsleiter Mikrobiologie bilacon

Tobias Stapper
Leiter Mikro­bio­logie bilacon GmbH
tobias.​stapper@​tentamus.​com
+49 30 206 038 370

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