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Maßnahmen bei Nutzungsänderungen in Trinkwasser-Installationen

Um eine einwandfreie Trinkwasserbeschaffenheit in der Trinkwasser-Installation zu bewahren, wird die Trinkwasser-Installation eines Gebäudes jeweils für einen bestimmungsgemäßen Betrieb ausgelegt. Der bestimmungsgemäße Betrieb ist sicherzustellen und setzt einen regelmäßigen Wasseraustausch voraus. Für einen regelmäßigen Wasseraustausch ist an jeder Entnahmestelle mindestens einmal innerhalb von 72 Stunden Wasser zu entnehmen (VDI 6023-1:2018, Entwurf). Bei nicht bestimmungsgemäßem Betrieb sind Risiken für die Gesundheit nicht auszuschließen.

 

Die Vorgehensweise bei einer unvermeidbaren Unterbrechung der Nutzung ergibt sich aus den Vorgaben der VDI-Richtlinie 3810-2:2018 (Entwurf):

  • Sofern die Nichtnutzung nicht länger als 72 Stunden andauert, soll bei der ersten Wasserentnahme das Stagnationswasser ablaufen, bis eine konstante Temperatur erreicht wird.
  • Ein fehlender Wasseraustausch über einen Zeitraum von mehr als 72 Stunden ist zu vermeiden. Wenn der Fall eingetreten ist, dass für mehr als 72 Stunden kein Wasser entnommen wurde, sind Maßnahmen je nach Dauer der Unterbrechung einzuleiten (VDI-Richtlinie 3810-2:2018, Entwurf):
  • Geht man davon aus, dass die Nichtnutzung mehr als 3 Tage andauern wird, ist die Absperreinrichtung zu Beginn der Unterbrechung zu schließen.

 

Die Maßnahmen bei Wiederaufnahme der Nutzung sind abhängig von der Dauer der Unterbrechung der Wasserentnahme:

 

Unterbrechung mehr als 72 Stunden bis maximal 7 Tage

In der Einzelzuleitung soll das Wasser mindestens 1x wöchentlich durch Entnahme an der voll geöffneten Entnahmestelle erneuert werden.

Bei einer fehlenden Wasserentnahme bis maximal 7 Tage soll das Wasser vor der ersten Nutzung nach dem Öffnen der Absperreinrichtung für eine Dauer von mindestens 5 Minuten an mehreren Entnahmestellen gleichzeitig fließen.

Unterbrechung bis maximal 4 Wochen

Bei Nichtnutzung über einen Zeitraum von mehr als 7 Tagen muss vor der Wiederinbetriebnahme ein vollständiger Wasseraustausch an allen Entnahmestellen durch eine ordnungsgemäße Spülung nach DVGW-Arbeitsblatt W 557 (A) vorgenommen werden.

Unterbrechung 1 Monat bis maximal 6 Monate

Wird der bestimmungsgemäße Betrieb der Trinkwasserinstallation länger als 1 Monat bis maximal 6 Monate unterbrochen, ist eine ordnungsgemäße Spülung nach DVGW-Arbeitsblatt W 557 (A) sowie eine mikrobiologische Kontrolluntersuchung des Trinkwassers (warm und kalt) durchführen zu lassen.

Unterbrechung von mehr als 6 Monaten

Bei einer Betriebsunterbrechung für einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten ist die Anschlussleitung von der Versorgungsleitung durch das Wasserversorgungsunternehmen oder ein eingetragenes Installationsunternehmen abzutrennen. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt durch ein eingetragenes Installationsunternehmen nach Spülung gemäß DVGW W 557 und Information des Wasserversorgungsunternehmens sowie mikrobiologischer Kontrolluntersuchung des Trinkwassers (warm und kalt).

 

Kontakt:

Für fachliche Rückfragen zu mikrobiologischen Kontrolluntersuchungen steht Ihnen vom Standort Berlin der Abteilungsleiter der Mikrobiologie, Tobias Stapper unter der Rufnummer 030 20 60 38 370  oder vom Standort Rheda-Wiedenbrück Ann-Kathrin Kröger unter 05242 18207 150  gerne zur Verfügung.

Zur Terminvereinbarung für Trinkwasseruntersuchungen wenden Sie sich bitte an unsere Kollegen der Tourenplanung unter der Telefonnummer 030 20 60 38 131 oder per E-Mail an probenahme.blc@tentamus.com

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