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Mögliches Döner-Aus?

In Deutschland werden täglich 2,2 Millionen Döner verkauft, doch bald könnte das deutlich zurückgehen. Der EU-Umweltausschuss will den Phosphat-Zusatz in tiefgefrorenen Dönerspießen nicht mehr erlauben. Bisher gab es im EU-Recht keine Regelung dazu. Lediglich bei frischen Dönerspießen ist der Zusatz erlaubt, ebenso bei verzehrfertigen Fleischprodukten wie z.B. Kassler.

Die meisten Dönerspieße werden tiefgefroren ausgeliefert. Um das Wasser zu binden und dafür zu sorgen, dass die verschiedenen Fleischbestandteile am Spieß gut zusammengehalten werden, wird Phosphat hinzugefügt. Ansonsten kann es passieren, dass das Fleisch vertrocknet, nicht gleichmäßig gegart wird oder sogar zerfällt.

Allerdings sind solche Zusätze in Lebensmitteln umstritten. Beispielsweise kann ein hoher Phosphatgehalt bei Nieren-Patienten Knochenschwund oder verkalkte Gefäße auslösen. Sogar Herzerkrankungen werden damit verbunden. Es ist jedoch kein rechtliches Höchstgehalt festgelegt.

Im Moment prüft die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa), inwieweit Phosphat-Zusätze gesundheitsgefährdend sind. Dies bezieht sich nicht nur auf Döner, sondern ist ein allgemeiner Vorgang. Ende 2018 sollen Ergebnisse vorliegen. Bis dahin ist die Entscheidung vertagt.

 

Konsumenten können den Zusatzstoff an den E-Nummern E338-E341, E343 und E450-E452 auf den Lebensmittelverpackungen erkennen. Allerdings ist die Menge dabei nicht offengelegt.

 

 

Quellen:

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/doener-eu-erwaegt-verbot-des-fleisches-aufgrund-von-phosphaten-a-1181038.html

https://www.welt.de/wirtschaft/article171110537/Warum-der-Doener-bald-verboten-werden-koennte.html

https://www.gruenderszene.de/allgemein/doener-phosphat-regelung

 

Source: https://www.tentamus.de/moegliches-doener-aus/

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