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ZEA in deutschen Zuckerrübenprodukten

In Zuckerrübenschnitzeln der Ernte aus 2018 sind erhöhte Rückstände des Mykotoxins Zearalenon (ZEA) festgestellt worden. Zuckerrübentrockenschnitzel werden dem Futter als Ballaststoffquelle zugegeben, jedoch ist der extrem hohe ZEA Gehalt gerade für Sauen und Ferkel problematisch. Unsere Experten der bilacon empfehlen auch zukünftig die Zuckerrüben auf ZEA zu überwachen.

Die Höchstwerte von ZEA (abgeleitet auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 12%) in Futtermitteln liegen bei:

Rinder und Schweine: 0,75 mg/kg
Junge Schweine: 0,3 mg/kg
Jungrinder und Milchvieh: 1,5 mg/kg

Momentan variieren die Gehalte zwischen 0,08 und 10,69 mg/kg. Insbesondere bei Tieren könnten hohe ZEA-Werte zu Fruchtbarkeitsproblemen oder Embryonaltod führen. Eine potentielle Gefährdung des Menschen durch dieses Mykotoxin, das über Nahrungsmittel pflanzlichen und tierischen Ursprungs aufgenommen werden kann, wird intensiv diskutiert.

Die wesentliche Bedeutung der östrogenen Wirkung des Schimmelpilzgifts liegt beim Menschen hauptsächlich in dem veränderten hormonellen Gleichgewicht. Dies könnte krebsauslösende Prozesse beeinflussen, da das Hormonsystem einen großen Einfluss auf das Fortschreiten von Tumoren in Schilddrüse, Prostata und Brust hat.

Die kontaminierten Chargen wurden in Deutschland zwischen September 2018 und Januar 2019 geerntet. Die neue Ernte steht erst ab November zur Verfügung steht, bis dahin ist das Thema sehr akut. 

 

Die bilacon bietet verschiedene analytische Methoden zum Nachweis von Zearalenon an und empfiehlt auch eine risikobasierte Auswertung von Zuckerrübenprodukten aus dem Ausland durchzuführen. Kontaktieren Sie unseren Experten direkt unter:

Roy Sperling
Leiter Instrumentelle Analytik
T +49 30 206 038 320
roy.sperling@tentamus.com

 

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